MWG-Talk mit Willi Polte

Nach dem Magdeburger Lokaljournalisten Karl-Heinz Kaiser beim 1. MWG-Talk (Foto) hat sich nun eine Magdeburger Legende als Talkgast angesagt: Alt-OB Willi Polte. Er plaudert am Mittwoch, 19. April, ab 18:30 Uhr mit Gastgeber Jens-Uwe Jahns aus dem Nähkästchen der Wendezeit. Unter dem Motto „Was nicht in der Zeitung stand“ will Magdeburgs erster Nachwende-OB ein paar gut gehütete lokalpolitische Geheimnisse ausplaudern. Hat Polte wie weiland Franz Beckenbauer nachgeholfen, um 1999 die Buga nach Magdeburg zu holen? Wie stimmte Willi Polte den damaligen Genossenschaftsvorsitzenden Rolf Opitz um, das Hundertwasserhaus nicht in der Jakobstraße, sondern am Domplatz zu bauen? Auch die Frage, was in den Hinterzimmern besprochen werden musste, um aus den Stadtwerken die Städtischen Werke zu machen. Und auch der Gastgeber hat eine Enthüllung parat: Er wird anhand unveröffentlichter TV-Bilder aus dem Jahr 2002 beweisen, dass Friedensreich Hundertwasser selbst von Willi Polte unbemerkt tatsächlich in der Stadt war. Wer Willi Polte live erleben möchte, sollte sich zeitnah anmelden, da die Museumswohnung maximal 25 Besuchern Platz bietet.

Bei Facebook finden Sie uns unter facebook.com/MWGMuseumswohnung.

MWG-TALK

Mittwoch, 19. April, 18:30 bis 20:00 Uhr, DDR-Museumswohnung, Hohepfortestraße 61

Eintritt 3 Euro (zugunsten des MWG-Nachbarschaftsvereins)

Anmeldungen unter Tel.: 0391 – 56 98 444

Historiker in der DDR-Wohnung

Der französische Wissenschaftler Prof. Dr. Nicolas Offenstadt recherchiert, welche Spuren die DDR im heutigen Deutschland hinterlassen hat. Dafür besuchte er unlängst auch die Museumswohnung der MWG. „Ich bin ein Freilufthistoriker“, sagt Prof. Dr. Offenstadt in perfektem Deutsch und lächelt: „Ich suche die Spuren der Geschichte vor Ort und nicht in verstaubten Archiven.“ Selbst ist der Professor allerdings ein Vielschreiber. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel im Feuilleton der Tageszeitung „Le Monde“ und hat mehrere Bücher zu seinen Forschungen geschrieben.

Bis Juli 2016 war Nicolas Offenstadt Gastprofessor an der Viadrina Frankfurt/Oder und lehrte dort Europäische Kulturgeschichte. Er ist Dozent für mittelalterliche Geschichte und Mediävistik an der Universität Paris 1 (Panthéon-Sorbonne). Auf den Forschungsfeldern der Kriegs- und Friedenspraktiken des späten Mittelalters wie auch des Ersten Weltkrieges ist er international als Spezialist ausgewiesen.  Er setzt sich insbesondere mit den Formen des kollektiven Gedenkens an den Krieg 1914-18 in Frankreich auseinander und nimmt als Gründungsmitglied des „Comité de Vigilance face aux Usages Publics de l‘Histoire“ (Komitee zur Überwachung des öffentlichen Umgangs mit der Geschichte) immer wieder zur öffentlichen Instrumentalisierung der Geschichte Stellung.     Weiterlesen Historiker in der DDR-Wohnung